Infos um SHT

Was ist ein Schädelhirntrauma?

Ein Schädel-Hirn-Trauma ist jede Verletzung des Schädels mit Hirnbeteiligung, welche durch äußere Gewalteinwirkung eintstanden sit. Die Verletzungen können alleine oder kombiniert auftreten. In allen Fällen wird das Gehirn in Mitleidenschaft gezogen. Die Verletzungen sind unterschiedlich und unterscheiden sich im Schweregrad. Je nach diesem Schweregrad richten sich auch Symptome, Diagnose, Therapie und Prognose.

Wie kommt es zu einem SHT?

Die Grundvoraussetzung für ein SHT ist eine Fraktur des Schädelknochens. Unser Gehirn legit unmittelbar unter dem Knochen. Es ist umhüllt von Hirnhäuten und in Nervenwasser eingebetet. Durch diese unmittelbare Nähe von Schädelknochen und Gehirn ist die Gefahr einer Hirnverletzung groß.

Welche Beschwerden/ Symptome treten auf?

Die Symptome richten sich nach der Schwere des SHT

  • SHT I Grad (Gehirnerschütterung)
  • SHT II Grad (Gehirnprellung)
  • SHT III Grad (Gehirnquetschung)

Bei einem SHT II und III Grades besteht eine Bewusstseinstörung.

Wie wird ein Patient beurteilt? Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Beurteilung erfolgt durch die Bewusstseinslage des Patienten. Der Standard, der international hierfür verwendet, ist der GLASGOW-COMA-SCALE (GCS). Diese Skala ist ein Punktesystem, das durch drei wesentliche Reaktionen eines Menschen gewertet wird:

  • Augenöffnen
  • Verbale Kommunikation
  • Motorische Reaktion (Bewegung)

Je niedriger die Punktzahl, umso schwerer das Schädel-Hirn-Trauma.

Welche Formen eins SHT gibt es?

Es gibt zwei Arten des SHT: gedecktes und offenes SHT. Hier wird unterschieden ob die Hirnhaut verletzt wurde oder nicht. Ist die so genannte harte Hirnhaut, also die äußere Hirnhaut intakt, spricht man von einem gedeckten SHT, ist sie verletzt von einem offenen SHT.

Gedecktes SHT:

Da der Patient bei einem gedeckten SHT in der Regel noch ansprechbar ist, kann er Auskunft über den Verletzungshergang geben. Der Schädel wird mittels CT (Computer-Tomographie) oder Kernspintomographie untersucht und eventuelle Schäden der Hirnsubstanz können nachgewiesen werden.

Offenes SHT:

Ist die harte Hirnhaut verletzt tritt Nervenwasser aus. Hier ist auch der Schädelknochen verletzt. Diese Eintrittspforte für Bakterien in das Gehirn ist hierbei problematisch. Wenn das Nervenwasser die Möglichkeit hat, nach außen zu treten, so können umgekehrt Bakterien und Viren auf dem gleichen Weg in das Gehirn eindringen. Dadurch können schwere Infektionen auftreten.

Das austretende Hirnwasser kann schwer nachgewiesen werden. Hilfreich sind Markierungen des Nervenwasser mittels eines Farbstoffes oder der Nachweis von Glukose in der abgehenden Flüssigkeit. Die Röntengenaufnahmen des Schädels sind hierbei noch viel entscheidender. So lassen sich Knochenbrüche in der Regel gut erkennen und lokalisieren.

Wie läuft die Therapie ab?

Die Therapie richtet sich natürlich nach dem Ausmaß und Form des SHT.

Bei einem gedeckten SHT kann lediglich eine Gehirnerschütterung vorliegen. Hier besteht meist kein Handlungsbedarf. Sollte sich in späterer Stunde die Bewusstseinslage ändern , sollte ein CT veranlasst werden.

Bei einem offenen SHT ist meist eine Operation von Nöten. NIcht nur um den Schädel zu schließen und Frakturen zu kitten, sondern auch um Blutungen im Gehirn zu entlasten. Die Therapie mit Antibiothika ist ebenso wichtig, um Infektionen der Hirnhaut vorzubeugen.

Wie sieht die Prognose aus?

Die Prognose ist von der Schwere des SHT abhängig. Eine Gehirnerschütterung heilt folgenlos wieder ab, da die Hirnsubstanz nicht verletzt wurde.

Bei einer Hirnquetschung findet eine substanzielle Schädigung des Gehirns statt. Die neurologischen Ausfälle am Anfang bilden sich aber im Laufe der Zeit meist wieder zurück.

Bei einem schweren SHT kann keine allgemein gültige Aussage getroffen werden. Da sich alle Patienten unterschiedlich schnell erholen und auch die Schwere der Verletzungen des Gehirns unterschiedlich sind. Meist ist jedoch von einer erheblichen Beeinträchtigung auszugehen.